HomeNewsIntern"Erste" und "Zweite" zuhause im Doppelpack!

Vorbericht Landesliga 34. Spieltag SF Hamborn 07 - DJK Arminia Klosterhardt

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-Fernduell zwischen „Bullen“ und „Löwen“ zum Saisonfinish - Gute Nachricht für die Kontrahenten: Der FVN behält die Auf- und Abstiegsregelung losgelöst von der Lizenzentscheidung über den KFC Uerdingen bei -

Auf ein solches Finale in der Meisterschaft hätten sowohl der SV Hönnepel-Niedermörmter als auch die Sportfreunde Hamborn 07 gerne verzichten können: Egal, wie die beiden direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der Landesliga Gruppe 2 ihre jeweiligen letzten Liga-Spiele am kommenden Sonntag bestreiten: keines der Teams hätte am Sonntagabend wissen können, in welcher Spielklasse es in der nächsten Saison weitergeht.

Grund waren plötzlich aufgeworfene formelle Fragen in Zusammenhang mit der Zulassung des KFC Uerdingen für den Spielbetrieb in der  Dritten Liga. Nachdem die Uerdinger sich sportlich in der Relegation gegen den SV Waldhof Mannheim durchgesetzt hatten, droht nun von anderer Seite Ungemach. Der DFB rollt das Thema Fristenwahrung bei der Stellung einer Liquiditätsreserve auf. Hiermit wird sich der Beschwerdeausschuss des DFB am kommenden Montag in einer Sitzung beschäftigen.

Wird dem KFC ein Fristversäumnis nachgewiesen, steigt Uerdingen nicht in die Dritte Liga auf, sondern Waldhof Mannheim - wenn dieses denn die formellen und wirtschaftlichen Anforderungen termingerecht erfüllt hat.

Damit verbunden wäre der Abstieg von Fortuna Düsseldorf II in die Oberliga, was ein „Nachdrücken“ u.a. in der Landesliga-Gruppe 2 zur Folge gehabt hätte. Will sagen: Vier statt drei Teams hätten direkt absteigen müssen, der Vierzehnte stünde in der Relegation um den Klassenerhalt.

Diesem Szenario hat der Fußballverband Niederrhein nun glücklicherweise ein Ende gesetzt. Der FVN teilte nun auf Anfrage den Medien am Donnerstag mit, dass er - losgelöst von der Entscheidung über die Lizenzerteilung für den KFC Uerdingen - an den Regularien Stand vorletzter Spieltag festhalten wolle. D.h. Wertung des sportlichen Aufstiegs des KFC Uerdingen in die Dritte Liga. Hintergrund ist u.a. die notwendige Planungssicherheit für den Verband und die betroffenen Vereine für die anstehenden Relegationsspiele und der enge Zeitkorridor zur Ligaplanung der kommenden Saison.

Damit entzerrt sich das Wirrwarr der letzten Tage um Ab- und Aufstiege in den unteren Liegen deutlich. Lediglich die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf muss noch bis Montag zittern, ob sie nun in der Regionalliga bleibt, sofern Uerdingen die Lizenz erhält oder in die Oberliga absteigen muss, wenn der KFC nicht aufsteigt. In diesem Fall spielt die Oberliga mit 19 Teilnehmern.

Für den Abstiegskampf in der Landesliga Gruppe 2 heißt das: Der Vierzehnte bleibt in der Spielklasse, der Fünfzehnte hat die zweite Chance, über die Relegation in der Landesliga zu bleiben.

Auf Rang 14 steht derzeit der SV Hönnepel-Niedermörmter mit 35 Punkten, einen Zähler vor den Hamborner Löwen, die am Sonntag Arminia Klosterhardt zu Gast haben, während die „Bullen“ aus Kalkar den FC Kray empfangen.

Am letzten Spieltag kommt es somit zu einem Fernduell ohne Vorbehalte, bei dem der Sieger den Klassenerhalt feiern kann, der Verlierer aber nicht verzweifeln muss, da er über die Relegation noch den Ligaverbleib erkämpfen kann.

Für „07“-Coach Michael Pomp und seine Mannschaft zählt - losgelöst von den jetzigen Erkenntnissen zu den Abstiegsregularien - in jedem Fall nur ein Sieg,  um bei einem Patzer von „Hö-Nie“  gegen Kray (Unentschieden oder Niederlage) auf Rang 14 vorzurücken und so den direkten Klassenerhalt zu schaffen. 

Es gilt für die Löwen, die  unglückliche 0:1 Niederlage beim PSV Wesel-Lackhausen am letzten Sonntag aus den Köpfen zu bekommen und die volle Konzentration und die volle Energie auf die letzten 90 Minuten der Meisterschaft zu lenken.

Die Gäste aus Oberhausen - im Hinspiel mit 2:1 gegen Hamborn erfolgreich - können dagegen frei aufspielen, wurde der Klassenerhalt nach einigen Durchhängern doch noch durch eine Serie von drei Siegen in Folge sowie einem 1:1 Unentschieden im Nachholspiel gegen den DSV 1900 vorzeitig klargemacht. 

Den Hambornern könnte vielleicht die Auswärtsschwäche der Arminia entgegenkommen: Von 16 Partien konnten die Klosterhardter nur vier gewinnen, dreimal trennte man sich unentschieden, neunmal verließen die Weiß-Grünen den Platz als Verlierer.

Löwen-Coach Michael Pomp geht mit Zuversicht in die Partie und das Liga-Finale: „Wir spielen zu Hause gegen einen Gegner, den man schlagen kann. 'Hö-Nie' hat einen Gegner zu Gast, gegen den man durchaus auch 'mal verlieren kann.“ 

Die Stimmung im Team ist gut. „Wir sind sicher, dass wir es packen können“, so der Hamborner Übungsleiter. „Die Einstellung stimmt. Wir müssen nur clever genug spielen, um das Spiel auch für uns entscheiden zu können.“

Personell kann Michael Pomp auf einen breiten Kader zurückgreifen. Ramazan Ünal wird nach Absitzen der Rot-Sperre wieder dem Kader zur Verfügung stehen. Der Einsatz von André Meier ist dagegen noch fraglich. „Da müssen wir erst den Belastungstest heute Abend abwarten“, so Michael Pomp mit Blick auf das Abschlusstraining am Freitag.

Das Hickhack um den Aufstieg des KFC Uerdingen sieht der Löwen-Coach übrigens gelassen: „Das wird jetzt ein wenig aufgebauscht. Am Ende wird Uerdingen die Lizenz bekommen.“

Gut, dass man sich in Hamborn hierüber nun keine Gedanken mehr machen muss, sondern sich voll auf das Spiel gegen Klosterhardt konzentrieren kann. 

Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion des VTRipkens Sportpark im Holtkamp, Westerwaldstr. 41-43, 47167 Duisburg.


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