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Relegation Landesliga: SF Hamborn 07 - GSV Moers 0:1 (0:0)

sportfreunde hamborngsv moers

-Derber Rückschlag für Hamborner Löwen in der Relegation zur Landesliga - Ein Kunstschuss von Marc-André Debernitz und ein gut aufgelegter Gäste-Keeper Luca di Giovanni bringen das Team von Michael Pomp im Kampf um den Klassenerhalt ins Hintertreffen -

Die Hoffnungen von Hamborn 07 auf den Ligaverbleib in der Landesliga haben einen derben Rückschlag erlitten. Im ersten Relegationsspiel gegen den Bezirksligisten GSV Moers mussten die Löwen eine  0:1 Niederlage hinnehmen.

Das Tor des Tages schoss Marc-André Debernitz in der 53. Minute mit einem Kunstschuss aus halblinker Position von der Strafraumgrenze; sein Heber senkte sich über den etwas weit vor der Torlinie stehenden Löwen-Keeper Dominik Schäfer ins Hamborner Tor.

Die Gäste hatten sogar die Möglichkeit, das Ergebnis auszubauen. Ein Treffer durch Christian Zeiler wurde jedoch wegen Abseitsstellung nicht anerkannt (65.). Wenig später hatte  eben jener Zeiler ein weiteres Tor auf dem Fuß, vertändelte jedoch freistehend vor Dominik Schäfer (78.).

Hamborn selbst hatte in Durchgang eins nur eine gute Möglichkeit durch Erkut Ay, dessen Kopfball in letzter Sekunde von der Moerser Torlinie geschlagen werden konnte (18.). In der zweiten Hälfte sah es nicht besser aus. Außer einem Kopfball von Daniel Schäfer aus kurzer Distanz, der noch abgeblockt wurde, hatte nur noch Jan Stuber eine zwingende Gelegenheit zum Ausgleich.  Der schön angesetzte Flachschuss des Löwen-Kapitäns von der Strafraumgrenze  wurde jedoch von GSV-Keeper Luca di Giovanni mit einem tollen Reflex noch in den Pfosten gelenkt. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits knapp sechs Minuten über die reguläre Spielzeit absolviert. Kurz danach ertönte der Schlusspfiff.

Der Erfolg der „Grafschafter“ ist nicht unverdient. Die Gäste machten den etwas spritzigeren und konsequenteren Eindruck und waren durch schnelle Konter immer gefährlich. Den Löwen merkte man dagegen die schweren Beine als Resultat des letzten Meisterschaftsspiels gegen Klosterhardt an. Die Gastgeber wirkten physisch und psychisch ausgelaugt. Obwohl Michael Pomp  die gleiche Startformation wie gegen Klosterhardt auflaufen ließ, schienen an den beiden Tagen jeweils unterschiedliche Mannschaften auf dem Feld zu stehen.

Es bedarf einer deutlichen Leistungssteigerung, um im Rückspiel am kommenden Sonntag (15.00 Uhr) das Blatt noch wenden  und einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied einfahren zu können.

Vor einer ansprechenden Kulisse von 720 Zuschauern boten beide Mannschaften ein eher mäßiges Spiel, das mehr durch Nervosität und Spannung als durch spielerische Klasse geprägt war.

Da beide Teams aus einer soliden Abwehr heraus agierten, waren Torraumszenen  insbesondere im ersten Durchgang Mangelware.

Moers versuchte, dem anfangs stürmischen Beginn von „07“ Ruhe und Kontrolle entgegen zu setzen und abwartend aus einer gut sortierten Abwehr schnelle Nadelstiche zu setzen.

Die erste und beste Chance in der ersten Halbzeit bot sich den Löwen durch Erkut Ay, der eine Ecke von Ramazan Ünal mustergültig mit dem Kopf erwischte; der Ball wurde aber von den Gästen mit vereinten Kräften von der Linie geschlagen (18.).

Es entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem ein Klassenunterschied nicht erkennbar ist. Beide Team agieren jedoch nervös und leisten sich einige Stockfehler.

Nach einer Ecke des Moersers Lucas Schmidt, der fast sämtliche Standards bei den „Grafschaftern“ ausführte, bringt Ramazan Ünal - mit dem Rücken zum eigenen Tor stehend - mit seinem Klärungsversuch per Hinterkopf Keeper Dominik Schäfer in Verlegenheit. Zum Glück für „07“ streift das Leder knapp am Tor vorbei (24.).

Dann schaffen es die Hamborner einmal, schnell aus der eigenen Hälfte zu kommen. Der quirlige David Gehle tankt sich rechts durch, lässt einige Gegner stehen und legt auf Ramazan Ünal, der aber keinen Druck hinter das Leder bekommt, so dass Luca do Giovanni das Leder problemlos aufnehmen kann (29.).

Kurz darauf haben die Löwen Glück, dass Marcel Haeger im Strafraum einen gut getretenen Freistoß von Lucas Schmidt nur knapp verpasst (33.). 

Der GSV bleibt durch schnelle Gegenstöße gefährlich. Lars Gronemann kann in letztem Moment dazwischen gehen, als Marc-André Debernitz durchbricht und auf Marcel Haeger legen will, der im Fünfmeterraum lauerte . Domink Schäfer wäre geschlagen gewesen (41.).

Hamborn versucht es nun auch einmal mit einem schnellen Spielzug über Markic, doch Passempfänger David Gehle steht im Abseits (43.).

Torlos geht es in die Kabinen und ohne Auswechslungen geht es in die zweite Hälfte.

Diese beginnen die Gäste recht forsch, zeigen mehr Initiative als Hamborn und gehen aggressiver in die Zweikämpfe. Der GSV sollte sich hierfür bald belohnen.

Nachdem sich Marc-André Debernitz an der linken Strafraumgrenze  Platz erarbeitet hatte und nicht rechtzeitig gestört wird, gelingt ihm ein wunderbarer Lupfer über Löwen-Keeper Dominik Schäfer hinweg zum 0:1 ins Hamborner Tor (53.). Vielleicht stand der Hamborner Schlussmann etwas zu weit vor der Linie, der Ball war aber letztendlich unhaltbar.

Der Treffer lähmt die Löwen und beflügelt die „Grafschafter“, die nun nachsetzen. Ibrahim Üzüm legt auf Christian Zeiler, dessen Schuss Erkut Ay gerade noch ins Toraus abfälschen kann (57.).

Löwen-Trainer Pomp reagiert, bringt  innerhalb einer Viertelstunde mit Raphael Schütz (59. für Erkut Ay), André Meier (62. für David Gehle) und Blinort Namoni (73. für Ramazan Ünal) drei neue Spieler. Die erhoffte Stabilisierung und Belebung des Hamborner Spiels bringt das aber nicht, auch wenn sich die neuen Akteure nach Kräften einbringen.

Die Löwen agieren zu umständlich, lösen sich zu spät vom Ball und verlieren so eins ums andere Mal hart erkämpfte Bälle.

Nach einem Freistoß von von Ramazan Ünal erwischt Daniel Schäfer das Leder per Kopf, der Ball wird jedoch abgewehrt; der Nachschuss zieht über den Kasten (62.).

Nachdem Valentin Markic ein schönes Zuspiel von Raphael Schütz vertändelt hatte, kommt der GSV wieder blitzartig nach vorne. Marc-André Debernitz legt wunderbar in den Lauf auf Christian Zeiler, der den Ball an Dominik Schäfer vorbei in die rechte Torecke schiebt.

Der Torjubel der Moerser währte nur kurz: Schiedsrichter Thorsten Schwerdtfeger zeigte sofort „abseits“ an (65.). Eine äußerst knappe Entscheidung, die die Löwen im Spiel hält. Ein 0:2 zu diesem Zeitpunkt hätte sicherlich zum Einbruch der Gastgeber geführt.

So versuchen sich die Löwen weiter in der Offensive, suchen das Heil zuweilen mit Fernschüssen wie André Meier, der nach einer Ecke von Ramazan Ünal aus rd. 25 Metern draufhält, allerdings auch weit über das Tor zielt (70.).

Dann leistet sich Julian Grevelhörster, sonst aufmerksam in der Defensive, im eigenen 16er einen Bock. Der Löwe wähnt seinen Keeper Schäfer in der Nöhe und will zurückgeben, rutscht aber aus. Christian Zeiler geht dazwischen und hat die dicke Chance, den Löwen den Todesstoß zu versetzen, zögert aber zu lange. Dominik Schäfer behält die Nerven und spitzelt dem Moerser den Ball vom Fuß (78.).

„07“ müht sich weiter, ohne aber gefährlich zu werden. Die letzen beiden nennenswerten Möglichkeiten für Hamborn hat Jan Stuber, der zunächst einen Schuss von der Strafraumgrenze knapp neben das Tor setzt (95.), dann mit einem schönen Flachschuss aus rd. 12 Metern am glänzend reagierenden Luca di Giovanni scheitert (96.). 

Zuvor hatte der Moerser Can Yasar, in der 86. Minute für Christian Zeiler gekommen, die letzte große Gelegenheit für den GSV. Sein Kopfball vergehst aber knapp das Hamborner Gehäuse (89.).

Nach 96 Minuten ist das Spiel aus. Am Sonntag folgt in Moers Teil zwei (15.00 Uhr). Vorteil GSV in der Relegation!

 


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