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SF Hamborn 07 - TuS 05 Nordvesta Sinsen 4:0 (1:0)

sportfreunde hamborntus nordvesta sinsen- Hamborn auch gegen den Westfalenligisten erfolgreich - Neuzugang Emre Camdali feiert mit zwei Toren einen gelungenen Einstand im Löwen-Dress -

Sportlich gesehen konnten die Hamborner Löwen eine erfolgreiche Saisoneröffnung feiern. Das Team von Michael Pomp bezwang im Freundschaftsspiel den Westfalenligisten TuS 05 Sinsen aus Marl mit 4:0 und knüpfte an die guten Leistungen der bisherigen Testläufe an. Das Zuschauerinteresse hielt sich bei sommerlichen Temperaturen dagegen leider in eng überschaubaren Grenzen.

Gegen den frisch gebackenen Stadtmeister aus Marl, dem die Belastungen aus dem dortigen Turnier noch anzumerken waren, trafen Tim Keinert (12.), Emre Camdali im Doppelpack (54. und 60.) und André Meier (72.) für „07“.

Ein glänzend aufgelegter Gäste-Keeper Marvin Blum bewahrte sein Team mit Glanzparaden vor einer noch höheren Niederlage. Die Sinsener wirkten etwas müde und konnten die wenigen hochkarätigen Chancen, die ihnen eine gut sortierte Löwen-Abwehr selten bot, nicht nutzen.

Neuzugang Emre Camdali fügte sich nicht nur durch seine beiden Treffer gut ins Hamborner Spiel ein, sondern sorgte immer wieder für Unruhe vor und im gegnerischen Strafraum und und war einer der Aktivposten der Löwen-Offensive.

Coach Michael Pomp war trotz des deutlichen Ergebnisses nicht ganz zufrieden, was aber nicht mit der Leistung seines Teams zu tun hatte. „Ich mag keine halben Spiele“, zeigte sich der Übungsleiter mit Blick auf das durch Schiedsrichter Christian Schipper vorzeitig beendete Spiel etwas irritiert. Etwas über fünf Minuten waren noch auf der Uhr, als der Unparteiische abpfiff. Von der Leistung des Gegners war Michael Pomp ebenfalls etwas enttäuscht. „Es ist klar, dass Sinsen  nach einem Turnier Kraft gelassen hat. Aber ich hatte doch erwartet, dass uns der Gegner stärker fordert. So sollte man das Ergebnis auf keinen Fall überbewerten.“

Der Hamborner Übungsleiter konnte seine geplante druckvolle Startoffensive nicht umsetzen, weil er zunächst auf Ali Basaran und Bora Karadag verzichten musste, die beruflich bedingt erst zum zweiten Durchgang zur Verfügung standen. Für sie standen Tim Keinert und Daniel Schäfer in der Startformation.

Dem Hamborner Spiel tat das keinen Abbruch. 

Die an diesem Tag ganz in schwarz gekleideten Hamborner begannen engagiert, fanden aber zunächst gegen gut gestaffelte Gäste kein Durchkommen. Der TuS 05 musste sich erst einmal sortieren und bemühte sich selbst um Spielkontrolle.

In der achten Minute kann André Meier, an diesem Sonntag wieder wichtiger Impulsgeber, über die rechte Seite durchbrechen und den Ball in den Strafraum bringen, wo Tim Keinert aus kurzer Distanz das Leder über das Gehäuse zimmert - eine Hundertprozentige!

Wenig später drängt Hamborn wieder nach vorne. Eine schöne Kombination, eingeleitet durch Andre Meier auf Emre Candali, der Tim Keinert bedient. Der Goalgetter bekommt die Kugel leider nicht unter Kontrolle (9.). 

Wenig später ist es dann soweit: André Meier - mit dem guten Auge und einem noch besseren Passgefühl - schlägt das Leder auf die linke Seite, wo Tim Keinert aufnimmt, durchstartet  und trocken an TuS-Keeper Marvin Blum vorbei zum 1:0 einschiebt (12.): 1:0.

Hamborn setzt nach; das Umschaltspiel der Löwen funktioniert wunderbar, allein an der Passgenauigkeit und Verwertung der Bälle hapert es noch.

Tim Keinert erkämpft sich den Ball, legt auf Emre Camdali - der scheitert mit seinem Schussversuch im 16er (16.).  Kurz darauf ist Julian Grevelhörster über die linke Seite durch, verzieht aber von der Strafraumgrenze  aus knapp drüber (17.). 

Hamborn ist hellwach, lauert auf jede Möglichkeit zu stören und dazwischen zu gehen. Die Gäste aus Marl haben kaum eine Chance, ihr Angriffsspiel vernünftig aufzubauen.

Dann ist es wieder André Meier, der dieses Mal  Burak Öktem auf die Reise schickt. Der Neuzugang vom DSV 1900 hätte es vielleicht besser selbst versuchen sollen, als er auf der rechten Seite gen 16er sprintet; stattdessen passt er selbstlos in die Mitte - allerdings ins Leere (17.).

„07“ stört und stürmt, muss aber jetzt aufpassen, dass hinten keine Lücken entstehen. Erste Unachtsamkeiten tun sich auf, bleiben aber ohne Folgen. Die Kommunikation stimmt bei den Löwen - auf und neben dem Spielfeld. Michael Pomp und sein „Co“ Sascha Wiesner sind eng am Geschehen, korrigieren, kommentieren, loben.

Dennoch gibt es auch brenzlige Situationen vor dem Hamborner Gehäuse; so in der 24. Minute als Sebastian Kreutzberg sich nach einem Fehler der Hamborner in der Vorwärtsbewegung das Leder schnappt und auf Marius Speker legt, der den Ball aus nächster Tornähe allerdings nicht richtig trifft - Glück für „07“!

Dann ist Hamborn wieder am Drücker: Tim Keinert tankt sich durch, legt auf Burak Öktem, der Erkut Ay bedient - dessen Schuss zieht knapp links vorbei (25.).

Kurz darauf wieder Brandgefahr im 16er der Löwen: Nach einem Freistoß von Thomas Swiatkowski aus rd. 40 Metern erwischt Marius Speker das Leder unbedrängt  im Strafraum, zieht aber über den Kasten. Erneutes Glück für Hamborn (28.)!

Nach einer kleinen Trinkpause in der 30. Minute kommen die Gäste etwas besser ins Spiel. „07“ wirkt jetzt etwas zu passiv.  Das wird fast bestraft, als Sebastian Kreutzberg aus rd. 18 Metern ungestört abziehen kann und Löwen-Keeper Max Chmilewski zu einer Glanzparade zwingt (36.). Kurz darauf sorgt Ben Kitschelt für Alarm im Hamborner Strafraum. Sein Schuss kann im letzten Moment zur Ecke abgeblockt werden (38.).

Man hatte in dieser Phase des Spiels den Eindruck, „07“ bettele um den Ausgleich. Nach vorne kommen zu wenig Impulse.

Das ändert sich kurz vor dem Seitenwechsel. Burak Öktem schickt André Meier über rechts, der legt in die Mitte auf Emre Camdali. Eine Drehung, ein Schuss - knapp links vorbei (43.). 

Mit der 1:0 Führung für Hamborn ging es in die Pause.

Für den zweiten Durchgang hatte Michael Pomp die Devise ausgegeben, früh zu pressen und Druck aufzubauen, „koste es, was es wolle.“ Seine Mannschaft bemüht sich, macht aber noch zu viele Fehler im Aufbau.

Die Einwechslungen von Ali Basaran,Bora Karadag und Raffel Schütz zu Beginn der zweiten Hälfte machen sich sofort bemerkbar.

André Meier, jetzt einmal über die linke Seite kommend, bringt den Ball auf Ali Basaran, dessen Kopfball nur knapp das Ziel verfehlt (46.). Dann bedient Julian Grevelhörster Ali Basaran auf der linken Seite, dessen Schuss aus 25 Metern allerdings über das Tor zieht (52.). 

Basaran müht sich auch als Vorlagengeber, bricht  über links durch und legt auf André Meier, der aus fünf Metern rechts am Tor vorbeischießt.

„Wir müssen Tore schießen!“ mahnt denn auch Michael Pomp, der zwar jetzt ein besseres Spiel seiner Mannschaft sieht, aber die Effektivität vermisst.

Seine Jungs scheinen sich das zu Herzen genommen zu haben, denn nach einem herrlichen Zuspiel von André Meier kann Emre Camdali zum 2:0 vollenden (54.). 

Sinsen bäumt sich nochmal auf. Nach einem Zuspiel von Ben Kitschelt kann Thomas Swiatkowski abziehen - Marvin Hitzek schlägt den Ball im letzten Moment von der Linie. Wenig später klärt Max Chmilewski in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen Marius Speker, der auf und davon war und allein aufs Hamborner Tor zustürmte (57.). 

Das waren noch einmal brenzlige Momente für die Löwen, die sich aber nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Landete ein Freistoß von Bora Karadag aus 18 Metern noch in der Sinsener Mauer (57.), so war Emre Camdali nach Zuspiel von Bora Karadag mit einem trockenen Flachschuss zum 3:0 erfolgreich (60.).

Michael Pomp brachte nun Ahmet Talha Kilinc sowie die Neuzugänge Emirhan Canarslan und Tunyahan Cakmak für Burak Öktem, Emre Camdali und Julian Grevelhörster (66.). 

Die Löwen ließen es nun etwas schleifen, was ihrem Coach überhaupt nicht gefiel. „Wir haben zu wenig Ballbesitzphasen“, mahnte Michael Pomp zu recht.

Nach einer Ecke von Thomas Swiatkowski kommt Domik Grams im Löwen-Strafraum zum Kopfball, der knapp links am Gehäuse vorbeisaust (70.).

Hamborn gibt die richtige Antwort. Ali Basaran erkämpft dich auf der rechten Seite einen Einwurf, gibt diesen auf Bora Karadag, der seinen Gegenspieler austanzt und in die Mitte auf André Meier legt. Dieser hat keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen zu befördern (72.).

Allein diese Aktion zeigte, wie wichtig und erfolgreich es ist, den Gegner frühzeitig unter Druck zu setzen.

„07“ presst weiter. André Meier versucht sich mit einem Fernschuss aus 18 Metern, verzieht aber deutlich, da er den Ball nicht richtig trifft (75.). Einen Freistoß von Bora Karadag pariert Gästeschlussman Marvin Blum glänzend, der Nachschuss von Jan Stuber wird geblockt (77.).

Wenig später zeichnet sich Marvin Blum erneut aus, als er einen schön geschossenen Freistoß von Ali Basaran aus rd. 25 Metern mit einer tollen Parade zur Ecke abwehrt (77.).

Dann kommt der TuS 05 noch einmal zu Chancen durch Marius Speker, der in aussichtsreicher Position vertändelt und David Sdzuy, der aus nächster Entfernung den Ball rechts am Tor vorbeizieht (79.). Wenig später hat Sdzuy die letzte Chance für Sinsen, trifft aber nur das Außennetz (84.).

Hamborn kommt noch einmal durch Ali Basaran zu einer Großchance, die wiederum Marvin Blum mit einer tollen Reaktion vereitelt (85.).

Dann ist Schluss.

Am kommenden Sonntag steht bereits der letzte und sicherlich schwerste Test für die Löwen an: dann geht es für das Team von Michael Pomp zum Oberligisten VfB Homberg auf die andere Rheinseite. Anpfiff ist um 15.00 Uhr im PCC-Stadion.


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