HomeNewsIntern5:2! B1 von Hamborn 07 stürmt in die Niederrheinliga!

SuS 09 Dinslaken - SF Hamborn 07 4:1 (0:0)

sus dinslakensportfreunde hamborn- Löwen beißen sich an Dinslakener Beton die Zähne aus - Der SuS 09 kauft Hamborn den Schneid ab und tauscht mit 07 die Plätze -

Während Blau-Weiß Dingden nach dem 4:3 Erfolg gegen Adler Osterfeld ungeschlagen an der Tabellenspitze weitermarschiert, musste Hamborn 07 im Aufstiegsrennen der Bezirksliga-Gruppe 4 einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen. Überraschend deutlich unterlagen die Löwen mit 1:4 beim Aufsteiger SuS 09 Dinslaken.

Dabei hatte Hamborn das Spiel über weite Teile im Griff, versäumte es aber, in der ersten Hälfte seine Chancen zu nutzen. Dinslaken lauerte aus einer massiven Deckung heraus auf Konter und schlug im zweiten Durchgang eiskalt zu.

„Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf in keinster Weise wider“, kommentierte Hamborns Co-Trainer Sascha Wiesner, der den gesundheitlich angeschlagenen Michael Pomp an der Seitenlinie vertrat, die Niederlage. „So ist aber Fußball: Wir kontrollieren das Spiel und haben 70 Prozent Ballbesitz, Dinslaken macht mit der ersten richtigen Chance nach einer Stunde das 1:0 und kontert uns hinterher aus.“

Georg Hanna (54.), Tim Brusz per Strafstoß (75.), Jan Bongartz (82.) und Niklas Opriel (90. + 1) waren für Dinslaken 09 erfolgreich;  Burak Öktems Treffer - ebenfalls per Foulelfmeter- zum zwischenzeitlichen 1:3 für Löwen kam zu spät (85.) und hatte nur noch kosmetischen Charakter.

Im Duell unterschiedlicher Taktiken hatte SuS-Coach Thorsten Schramm hatte sein Team bestens auf die offensiv ausgerichteten Hamborner eingestellt und am Ende richtig kalkuliert. Bis auf zwei,  drei Aktionen u.a.  durch Emre Camdali (27.) und Burak Öktem (29.) gab es keine nennenswerten Möglichkeiten für die Löwen, die sich an einer sehr gut sortierten Dinslakener Abwehr die Zähne ausbissen.

07-Spielmacher Bora Karadag war bei seinem 09-Kontrahenten Jens Krönung in besten Händen und konnte nicht wie gewohnt Akzente setzen; ähnlich ging es seinen Mitstreitern aus dem Löwen-Angriff.

Auf der anderen Seite hielten sich die Dinslakener offensiv zunächst zurück und lauerten auf Kontergelegenheiten. Somit ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich 07 spürbar noch intensiver um den Führungstreffer, wurde defensiv aber nachlässig und in der 54. Minute kalt erwischt, als Georg Hanna mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze die 1:0 Führung für den SuS besorgte. Sascha Wiesner hatte in der Pause noch vor den Kontern der Gastgeber gewarnt - jetzt war  es passiert.

Die Löwen hielten dagegen und machten weiter auf, was natürlich dem SuS 09 zusätzliche Räume für Konter eröffnete. 

Die Quittung folgte wenig später. Nach einem Foul im Hamborner Strafraum gab es Strafstoß für Dinslaken 09, den Tim Brusz souverän zum 2:0 einnetzte (75.). „Ein dummer Elfer“, grantelte Sascha Wiesner. „Die Situation war eigentlich geklärt, da geben wir den Ball wieder leichtfertig her und bringen uns selbst im Strafraum unter Zugzwang.“

Hamborn war wie geschockt. Zu allem Unglück verletzte sich wenig später der erst kurz vorher eingewechselte Ramazan Ünal in einem Zweikampf und musste rund 10 Minuten vor Spielende angeschlagen vom Platz. Da Sascha Wiesner bereits dreimal gewechselt hatte, mussten die Löwen zu zehnt weitermachen.

Dinslaken konnte jetzt vollends sein Spiel aufziehen: hinten dicht machen, entscheidende Nadelstiche nach vorne setzen. So in der 82. Minute, als der eingewechselte Niklas Opriel seinen Mannschaftskollegen Jan Bongartz bedient: 3:0.

07 ist hoch anzurechnen, es trotz des Spielstandes noch einmal versucht zu haben; doch mehr als der Treffer von Burak Öktem, der nach einem Foul an André Meier im Dinslakener Strafraum den fälligen Elfmeter versenkte (85.), war an diesem Tag nicht drin. Im Gegenteil: in der Nachspielzeit nutze Niklas Opriel eine weitere Dinslakener Chance zum 4:1 Endstand.

Dinslaken 09 tauscht mit Hamborn 07 die Plätze und grüßt nun vom Relegationsplatz 2 mit einem Abstand von sechs Punkten auf Spitzenreiter Blau-Weiß Dingden. Die Löwen sind nun Dritter mit einem Zähler Rückstand auf den SuS 09 und werden versuchen, am nächsten Sonntag gegen den Tabellenletzten Rot-Weiß Selimyespor Lohberg wieder zu punkten. „Da ist ein Pflichtsieg angesagt“, fordert Sascha Wiesner. 

Vorher geht es aber für die Löwen am kommenden Mittwoch in der 3. Runde des Kreispokals zum Ligakonkurrenten TuS Mündelheim (Anstoß 19.00 Uhr). Eine Aufgabe, die Sascha Wiesner trotz der Talfahrt der Mündelheimer in den letzten Wochen keineswegs auf die leichte Schulter nimmt: „Mündelheim hat immer noch einen starken Kader. Die werden uns nichts leichtfertig herschenken. Und wir werden das keineswegs als Test für unsere zweite Reihe verstehen. Wir wollen in die nächste Pokalrunde und am Ende in den Niederrheinpokal.“

SuS 09 Dinslaken: Strewginski, Breder, Smietana, Bruß, Bongartz, Kirstein (82. Lamprecht), Kroenung, Ehrhardt, Andrzejak (53. Rother), Hanna (78. Opriel), Kandziora.

SF Hamborn 07: Chmilewski, Neul, Hitzek, Camdali (77. Meier), Öktem, Keinert, Nitto (61. Gehle), Ay, Karadag, Grevelhörster (72. Ünal), Gronemann.

Schiedsrichter: Ertugrul Usta (Duisburg)

Tore: 1:0 Hanna (54.), 2:0 Bruß (75., Strafstoß), 3:0 Bongartz (82.), 3:1 Öktem (85. Strafstoß), 4:1 Opriel (90 + 1).

Gelbe Karten: Andrzejak (44. Foulspiel), Neul (56. Foulspiel), Hitzek (67. Foulspiel), Kirstein (80. Foulspiel), Bongartz (82. Unsportlichkeit), Ay (84. Unsportlichkeit), Rother (85. Foulspiel), Opriel (90. + 2 Foulspiel).

Zuschauer: 250


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