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SF Hamborn 07 - SpVgg Meiderich 06/95 3:0 (1:0)

sportfreunde hambornspvgg meiderich -Hamborner Löwen dem Ergebnis nach im Gleichschritt mit Verfolger Dingden - Coach Michael Pomp zeigt sich jedoch alles andere als begeistert vom Auftritt seiner Elf  -

Keine tabellarischen Veränderungen gibt es nach dem 32. Spieltag in der Bezirksliga Gruppe 4 sowohl beim Kampf um die Meisterschaft als auch im Kampf um den Relegationsplatz gegen den Abstieg. Dafür aber die ein oder andere Erkenntnis.

Tabellenführer Hamborn 07 und Verfolger Blau-Weiß Dingden gewannen quasi im Gleichschritt jeweils ihre Heimspiele und gaben sich damit keine Blöße im Titelkampf. Die Hamborner Löwen waren mit 3:0 gegen Meiderich 06/95 erfolgreich, während Dingden die Spielvereinigung Sterkrade 06/07 mit dem gleichen Ergebnis nach Hause schickte.

Beide Teams stehen mit 77 Punkten an der Spitze, „07“ hat auf Grund des um 12 Treffer besseren Torverhältnisses immer noch die Nase vorn. Hier bahnt sich ein Herzschlagfinale an.

Im Tabellenkeller muss die TuS Mündelheim nach der 2:4 Heimniederlage gegen die Zweite Mannschaft des VfB Homberg jegliche Hoffnung auf den Klassenerhalt begraben. Relegationsplatz 15 ist nunmehr 8 Punkte entfernt und kann in den verbleibenden zwei Partien nicht mehr erreicht werden.

Meiderich 06/95 darf dagegen trotz der Niederlage im Duisburger Nordderby noch auf den Relegationsplatz hoffen, da Mitkonkurrent Arminia Lirich zu Hause mit 1:3 gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld unterlag und damit ebenfalls leer ausging. Der direkte Klassenerhalt ist dagegen für die Meidericher ebenfalls nicht mehr zu schaffen. Platz 14 ist nach dem 5:5 der DJK Vierlinden gegen Dinslaken 09 nunmehr 9 Punkte entfernt und kann bei zwei verbleibenden Spielen nicht mehr erreicht werden.

Im Gegensatz dazu scheinen Hamborn 07 Luxusprobleme zu plagen. Trotz des Sieges war Löwen-Coach Michael Pomp nämlich mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden und fand nach der Partie deutliche Worte: „Das war indiskutabel, ein erschreckend schwaches Heimspiel. Mit dieser Form haben wir auf Platz 1 nichts zu suchen, und schon gar nichts in der Landesliga.“

Etwas blutleer präsentierte sich sein Team gegen die abstiegsbedrohten Meidericher; insbesondere im ersten Durchgang fehlte der geordnete Zug nach vorne, der Willen, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „Man hatte nicht den Eindruck, dass hier eine Mannschaft auf dem Platz steht, die um den Aufstieg spielt“, zeigte sich Michael Pomp angefressen vom mangelnden Einsatz der Löwen, die die Parole „Vollgas“ ihres Übungsleiter anscheinend überhaupt nicht mitbekommen hatten.

Bis auf zwei gute Gelegenheiten von Tim Keinert (7.) und Jan Stuber (31.) brachte die sonst so überragende Offensivabteilung der Hamborner nichts zustande. „Für das heute gezeigte Offensivverhalten muss man sich schämen“, legte Michael Pomp in seiner Kritik nach.

Es war wieder einmal Tim Keinert, der zumindest für einen Lichtblick sorgte und kurz vor dem Halbzeitpfiff dann doch noch zum 1:0 für die Gastgeber traf (45.).

Nach dem Seitenwechsel hellte sich  die Lage aus Hamborner Sicht allerdings nicht auf, auch wenn etwas mehr Bewegung im Spiel war. Glück für „07“, dass der Gegner nicht die Lethargie im Hamborner Spiel zu nutzen wusste. Die Gäste, so sie sich denn auch mühten, fanden in der Löwen-Deckung ihren Meister. Der Defensivbereich war mitunter der einzige Mannschaftsteil, den Michael Pomp denn auch im Soll sah: „Wenn es heute gereicht hat, dann lag es mit Sicherheit an der guten Leistung unserer Abwehr, auf die wir uns heute wieder einmal voll verlassen konnten.“

Später setzten die Löwen dann zumindest noch zwei weitere positive Akzente, als Tim Keinert mit seinem zweiten Treffer das 2:0 markierte (71.) und der für Lars Gronemann gekommene Nils Bothe knapp 10 Minuten vor Schluss zum 3:0 Endstand einnetzen konnte (81.).

Michael Pomp, der auch Stunden nach der Partie konsterniert wirkte, versuchte sich zum Optimismus zu zwingen: „Ich kann heute das Positive im Spiel nicht erkennen. Vielleicht gelingt mir das in den nächsten Tagen. Das Einzige, was vielleicht positiv war, sind die drei Punkte. Aber die Mannschaft hat jetzt die Gelegenheit, in den nächsten zwei Trainingseinheiten wieder gegenzusteuern und das  Ganze bei unserem letzten Auswärtsspiel in der Saison wieder ins rechte Licht zu rücken.“

Der Löwen-Coach weiß um die Schwierigkeit der Aufgabe. „Wir werden uns  bis Dienstag bzw. Donnerstag die passenden Worte und Inhalte einfallen lassen, damit wir das wieder ein bisschen besser hinbekommen.“ Bereits am nächsten Samstag muss er mit seinen Mannen beim starken SC Oberhausen antreten (Anpfiff 18.00 Uhr) - ein Ausrutscher ist nicht erlaubt! Mit Blick auf die jüngere Vergangenheit möchte man im Holtkamp gerne auf die Teilnehmer an der Relegation verzichten.

SF Hamborn 07: Dominik Schäfer, Daniel Schäfer, Neul, Stuber, Keinert (83. Rasaq), Meier (72. Namoni), Hörter, Ay, Rademacher, Grevelhörster, Gronemann (80. Bothe).

SpVgg Meiderich 06/95: Giordani, Taner, Uzun (83. Cekic), Kaiser, Kocakaya, Kazimierczak, Freikamp, Zoioui, Itmec, Syperrek (83. Celli), Candar (77. Yavuz).

Schiedsrichter: Patrick Steinmann 

Tore: 1:0 Keinert (45.), 2:0 Keinert (71.), 3:0 Bothe (81.).

Gelbe Karten: Kaiser (16. Halten), Taner (25. Foulspiel ), Stuber (59. Foulspiel ), Zoioui (74. Foulspiel).

Zuschauer: 290


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