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SC 1920 Oberhausen - SF Hamborn 07 4:5 (0:4)

sc 1920 oberhausensportfreunde hambornHamborn legt im Titelkampf vor - Löwen machen es in Oberhausen aber bis zur letzten Sekunde spannend - 

Spitzenreiter Hamborn 07 hat im Titelkampf der Bezirksliga Gruppe 4 vorgelegt. Die Löwen gewannen am Samstagabend zur Eröffnung des 33. Spieltages beim SC Oberhausen mit 5:4 und verschafften sich damit einen vorübergehenden Vorsprung von drei Punkten auf Verfolger Blau-Weiß Dingden.

„07“ machte es in Oberhausen durch zwei absolut gegensätzliche Leistungen in den beiden Spielhälften jedoch unnötig spannend und hätte das Spiel trotz einer 4:0 Pausenführung um Haaresbreite noch vergeigt. Der SCO  gab sich nie auf und kämpfte sich in der Nachspielzeit sogar noch auf 4:5 heran.

Hamborn kam blendend ins Spiel und erarbeitete sich direkt gute Möglichkeiten. Es war dann aber der Oberhausener Marko Djurdjevic, der die Löwen unfreiwillig durch ein Eigentor in der 6. Minute mit 0:1 in Führung brachte; die Hamborner setzten nach und erhöhten durch Jan Stuber (21.), Gökhan Kiltan (24.) und Tim Keinert (40.) zu einer komfortablen 4:0 Führung.

„Das war eine unfassbar gute erste Halbzeit, an der es eigentlich nichts zu meckern gibt“, zog Löwen-Coach Michael Pomp ein sehr zufriedenes Zwischenfazit.

Die Hamborner hatten sich für die zweite Halbzeit viel vorgenommen. Wer nun eine Fortsetzung des Hamborner Torreigens erwartet hatte, sah sich jedoch getäuscht. 

„An das, was wir im ersten Durchgang umgesetzt haben, sind wir in der zweiten Hälfte nicht ansatzweise herangekommen. Gefühlt haben wir die zweiten 45 Minuten komplett geschwommen,“ skizzierte Michael Pomp das, was dann nach Wiederanpfiff passierte. 

Die Gastgeber kamen wie ausgewechselt aus der Kabine und nach rd. einer Stunde durch einen Doppelschlag von Goalgetter David Möllmann (63. und 64.) innerhalb zweier Minuten auf 2:4 heran.  Vorausgegangen war allerdings eine dicke Möglichkeit der Löwen, auf 0:5 zu erhöhen, die Tim Keinert jedoch nicht verwerten konnte. „Den musst Du eigentlich machen“, trauerte Michael Pomp der Gelegenheit nach, vorzeitig alles klarzumachen. Stattdessen gab es nach einer umstrittenen Szene Elfmeter für den SC 1920, den David Möllmann zum 1:4 nutzte. Die Hamborner hatten kaum angestoßen, als der Ball per Fehlpass beim Gegner landet, der Schuss von David Möllmann aus rd. 20 Metern abgefälscht wird und zum 2:4 in den Hamborner Maschen landet.

Das gab natürlich Wasser auf die Mühlen der Gastgeber, die nun die zweite Luft bekamen.

Die letzten effektiven 10 Spielminuten waren dann nichts mehr für schwache Nerven. Als David Fojcik kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Anschluss zum 3:4 schaffte, drohte das Spiel völlig zu kippen (84.). Maruf Rasaq, kurz zuvor für André Meier gekommen, antwortete fast postwendend mit dem 3:5 und schien die Entscheidung erzwungen zu haben (85.). Es gab jedoch noch fünf Minuten Nachspielzeit, die der SCO zum erneuten Anschlusstreffer durch David Fojcik nutzte (90. + 1). 

Die verbleibenden Minuten brachte Hamborn dann doch noch über die Zeit und nahm am Ende die wichtigen Punkte mit nach Hause.

Letzteres war für den Hamborner Übungsleiter denn auch das Wichtigste; gleichwohl blieb für Michael Pomp auch eine wichtige Erkenntnis: „Wir hatten einen totalen Leistungsabfall. Solche 45 Minuten wie in der zweiten Halbzeit dürfen uns nie wieder passieren. Faktisch haben wir diese 1:4 verloren. Ein großes Lob an Dominik Schäfer, der uns durch eine starke Leistung insbesondere im zweiten Durchgang im Spiel gehalten hat!“

Dingden steht nach dem Hamborner Erfolg somit am Sonntag bei der Zweitvertretung des VfB Homberg unter Druck. Verlieren die Dingdener, ist die Meisterschaft gelaufen. Gelingt der Mannschaft von Dirk Juch nur ein Unentschieden, reicht Hamborn am letzten Spieltag ein Remis, da es unwahrscheinlich erscheint, dass Dingden die SV Friedrichsfeld im letzten Spiel mit mindestens 12 Toren Unterschied schlägt.

Michael Pomp hofft derweil im Liga-Endspurt auf die eigene Stärke und die Unterstützung durch den 12. Mann:  „Wir haben es jetzt im letzten Spiel selbst in der Hand hoffen dann natürlich auf eine volle Hütte und die bestmögliche Unterstützung durch die Fans, damit wir mit drei Punkten im Visier die Sache eintüten können.“ 

SC 1920 Oberhausen: van Hüth, David Möllmann, Turan, Grohmann, Weinknecht (46. Lenz), Sascha Möllmann, Fojcik, Kirchner, Djurdjevic, Ertural, Pawellek.

SF Hamborn 07: Dominik Schäfer, Daniel Schäfer, Neul (57. Bothe), Stuber, Kiltan (69. Schütz), Keinert, Meier (74. Rasaq), Ay, Rademacher, Grevelhörster, Gronemann.

Schiedsrichter: Ömer Celik

Tore: 0:1 Djurdjevic (6., Eigentor), 0:2 Stuber (21.), 0:3 Kiltan (24.), 0:4 Keinert (40.), 1:4 David Möllmann (63. Strafstoß), 2:4 David Möllmann (64.), 3:4 Fojcik (84.), 3:5 Rasaq (85.), 4:5 Fojcik (90. + 1).

Gelbe Karten: Djurdjevic (10.), Neul (11.), Kiltan (50.), Ay (63.), Pawellek (73.), David Möllmann (90.) - alle wegen Foulspiels -, Chmilewski (86.) und Grohmann (90.) - jeweils wegen Unsportlichkeit -

Zuschauer: 300


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