HomeNewsInternSF Hamborn 07 – ETB Schwarz-Weiß Essen 1:0 (0:0)

SF Hamborn 07 - Hamminkelner SV 4:0 (2:0)

sportfreunde hambornhamminkelner svHamborner Löwen entscheiden beim Saisonfinale das Fernduell mit Blau-Weiß  Dingden für sich und kehren in die Landesliga zurück - Löwen-Coach Michael Pomp lobt die tolle Unterstützung durch die Fans und zieht den Hut vor Dingden  -

Es ist vollbracht! Anfangs und zwischenzeitlich schien die Mission „Wiederaufstieg in die Landesliga“ für die Sportfreunde Hamborn 07 gescheitert bzw. zu einer „Mission Impossible“ zu werden. Am letzten Spieltag nun sicherten sich die Hamborner Löwen mit einem 4:0 Sieg gegen den Hamminkelner SV die Meisterschaft in der Bezirksliga Gruppe 4 und damit den direkten Aufstieg in die Landesliga.

Verfolger Blau-Weiß Dingden konnte sich zwar mit 3:2 gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld durchsetzen und mit den Hamborner punktemäßig Schritt halten, muss aber wegen des schlechteren Torverhältnisses zum „Nachsitzen“ in die Relegation.

Gegen durchaus bemühte Gäste aus Hamminkeln waren Gökhan Kiltan mit einem Doppelpack (5. und 72.), sowie André Meier (29.) und Tim Keinert (89.) für die Löwen erfolgreich und sicherten damit die erforderliche volle Punktzahl zum Gewinn der Meisterschaft.

Der Meister brillierte zwar nicht, zeigte sich aber hoch konzentriert und motiviert und lieferte eine solide Leistung ab, die zum verdienten Dreier reichte. „Man muss nicht meisterlich spielen, um ein Spiel zu gewinnen“, gab Löwen-Coach Michael Pomp zu bedenken. „Ich habe von vornherein meinen Jungs gesagt, dass ich mit keiner Silbe das Spiel oder den Gegner klein reden werde“, so der Hamborner Übungsleiter zum Stellenwert des Spiels. „Uns war klar, dass der Rahmen groß ist und dass das Spiel groß ist und wir eine entsprechend große Leistung nochmal auf den Platz bringen müssen, um uns am Ende noch einmal mit drei Punkten zu belohnen.“ 

Bei sommerlichen Temperaturen und ansprechender Kulisse war alles für das große Saisonfinale im Holtkamp angerichtet:

Sämtliche Jugendmannschaften - von denen die Meistermannschaften in der Pause durch den Jugendvorstand  geehrt wurden -  waren vor Ort, um die Erste zu unterstützen; der Fanclub „07-Fanatics“ hatte den befreundeten Fanclub des FC St.Pauli eingeladen, machte zusammen mit den Gästen mächtig Alarm und beeindruckte durch die ein oder andere „Choreo“. 

Löwen-Coach Michael Pomp und seine Scouts hatten sich im Vorfeld intensiv mit dem HSV beschäftigt, Stärken und Schwächen analysiert  und die Mannschaft entsprechend darauf eingestellt. Die Löwen waren heiß.

Zunächst aber hieß es Abschied nehmen von den Akteuren, die in nächsten Spielzeit nicht mehr im Löwen-Dress kicken werden: Torwart Max Andre Chmilewski (wechselt zum DSV 1900), Oliver Rademacher (Karriereende) und Löwen-Urgestein Patrick Schneider (Karriereende) wurden vom Ersten Vorsitzenden Ernst Schneider und seinem ersten Stellvertreter Helmut Wille verabschiedet, die den Spielern als kleines Dankeschön einen Präsentkorb überreichten.

Verabschiedet wurde auch Stadionsprecher Rudi Honold, der zum Saisonende das Mikro aus der Hand legen wird. 

Dann wurde es auf dem Spielfeld ernst. Michael Pomp hatte im Vorfeld die Devise vorgegeben, möglichst schnell ein Tor vorzulegen, um möglicher Nervosität und Emotionen vorzubeugen. Sein Team erwischte einen grandiosen Start und ging bereits in der fünften Minute durch Gökhan Kiltan mit 1:0 in Führung.

„Das hat dann schon einmal den ersten Druck genommen“, zeigte sich Michael Pomp im Nachgang erleichtert. Die Gäste auf der anderen Seite ließen sich aber durch den frühen Rückstand nicht schocken und erarbeiteten sich einige Gelegenheiten, bei denen Löwen-Keeper Dominik Schäfer auf dem Posten sein musste, um die Null für sein Team zu halten. „Dominik hat uns wieder einmal toll im Spiel gehalten, so dass wir gerade im ersten Durchgang nie in das Gefühl gekommen wären, heute schlagbar sein zu können“, lobte Michael Pomp seinen Keeper. „Dominik, aber auch Max Chmilewski, wenn er zum Einsatz kam, waren stets ein wertvoller Rückhalt während der ganzen Saison.“

Die Führung trieb die Löwen zwar nicht unbedingt  an, doch Hamborn spielte mit ihr im Rücken die Partie solide, stand hinten gut und setzte nach vorne Akzente, ohne dabei jedoch zu glänzen. 

Nach einer halben Stunde erhöhte André Meier auf 2:0 und schaffte damit die Basis für einen erfolgreichen Fortgang des Spiels. „Wir waren sehr zufrieden, dass wir das für uns schon so weit eintüten konnten, um dann beruhigt in die Halbzeit gegen zu können,“ so das Zwischenfazit von Michael Pomp.

Mannschaft und Trainerstab war jedoch gleichermaßen klar, dass ein 2:0 Vorsprung durchaus nicht ausreichend sein könnte. „Wir haben das in der Pause sachlich analysiert. Die Mannschaft hat das sehr richtig eingeschätzt, dass ein  2:0 noch nicht das Ergebnis ist, auf dem man sich 45 Minuten ausruhen und einfach die geile Stimmung genießen kann“, gibt Michael Pomp die Inhalte des Kabinengesprächs wieder. „Wir wollten direkt nachlegen, um Hamminkeln möglichst klein zu halten.

Dies gelang anfangs jedoch nicht so, wie sich die Löwen das so vorgestellt hatten. Zunächst kam nämlich der HSV und hatte eine Riesenchance, als ein Ball an den Innenpfosten des Hamborner Tores schlägt, an der Torlinie entlang schlingert und dann am anderen Pfosten vorbei wieder ins Spielfeld springt. „Wenn da das 2:1 fällt, kann es noch einmal eng werden“, sah Michael Pomp sein Team im Glück des Tüchtigen. „Allerdings muss man auch sagen, dass dies im Prinzip die einzige Phase des Spiels war, wo Hamminkeln uns ein wenig unter Druck gesetzt hat und nach vorne ein wenig Torgefahr ausstrahlte.“

Nachdem Hamborn diese Phase überstanden hatte, beruhigte sich das Spiel. Hamborn kontrollierte die Partie wieder, während man den Gästen anmerkte, dass die Kräfte so langsam schwanden. Da die Löwen-Defensive nun immer sicherer stand, verpufften die Hamminkelner Angriffsbemühungen zunehmend. Durch klareres Passspiel, Geduld und häufige Spielverlagerung versuchten die Hamborner nun, ihren Gegner zu zermürben, was auch mit fortschreitender Spieldauer immer besser gelang. „Wir konnten die Vorgaben, die wir uns in der Halbzeit gemacht hatten, immer effektiver umsetzen“, zeigte sich Michael Pomp zufrieden.

Das 3:0 durch das zweite Tor von Gökhan Kiltan schien die logische Konsequenz zu sein (72.). Damit war die Messe im Prinzip gelesen.

Entsprechend entspannter ging es in der letzten Viertelstunde der Partie zu: Hamminkeln zeigte keine große Gegenwehr mehr, 07 drückte nicht mehr auf das nächste Tor, das dann aber Tim Keinert in der 80. Minute doch noch zum 4:0 nachlegt.

Die nun komfortable Führung und der Spielverlauf ermöglichte es Michael Pomp, zum Ende des Spiels hin, den scheidenden Löwen noch einen  verdienten und würdigen Abgang zu ermöglichen.

Zunächst stellte sich Max Chmilewski noch einmal zwischen die Pfosten und löste Dominik Schäfer ab (83.), dann durfte Löwen-Urgestein Patrick Schneider noch einmal sein Können unter Beweis stellen und kam für Oliver Rademacher, der seinen Extra-Applaus zum Abschied genießen durfte. „Gefühlt hat der Patrick unter mir zweimal trainiert, und ans Spielen war gar nicht zu denken. Aber der zeigt jetzt in dieser kurzen Phase eine fantastische Leistung, wo man sieht, welche Erfahrungen er in den vielen Jahren in Hamborn angesammelt hat“, gerät der Löwen-Coach über den Kurzeinsatz des Löwen-Urgesteins ein wenig ins Schwärmen.  

Kurz darauf war Schluss im Holtkamp. Der direkte Wiederaufstieg der Löwen in die Landesliga perfekt. Bier und Sekt konnten in Strömen fließen.

Lobende Worte und ein großes Dankeschön gab es von Michael Pomp nach der Partie für die Fans, insbesondere den Fanclub „07-Fanstics“: „Das, was der Fanclub mit seinen Freunden aus St. Pauli hier auf die Beine gestellt hat, war schon sensationell. Die Choreografie und alles andere puscht Dich natürlich unglaublich in so einem Spiel, wo Du dann noch einmal alles herausholst, weil die Leute es wert sind. Daneben die anderen  Fans, die Jugendmannschaften, die uns ebenfalls toll  unterstützt haben, das war schon eine geile Stimmung. Das ist etwas, was Hamborn 07 einzigartig macht, was Bock macht auf mehr.“ Und so verspricht Michael Pomp: „Deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt, dort in der nächsten Saison anzuknüpfen.“

Zu guter letzt findet der Hamborner Übungsleiter aber auch anerkennende Worte für den hartnäckigen Konkurrenten Blau-Weiß Dingden: „Bei allem Jubel und Trubel darf man an dieser Stelle auch den zweiten Gewinner dieser Saison nicht vergessen, der da heißt Blau-Weiß Dingden. Die Jungs aus Dingden haben eine genau so gute Saison gespielt wie wir. Ich ziehe meinen Hut für die Geste der Dingender, die jemand vor Ort hatten, und der nichts Besseres zu tun hatte, als direkt nach dem Spiel uns einen Fußball in die Hand zu drücken als Aufstiegsgeschenk aus Dingden. So ein Fair Play ist heute leider nicht mehr selbstverständlich und kann man sich nur wünschen.“

Losgelöst von dieser Geste wird Michael Pomp den Dingdenern in der Relegation gegen Hilden und den TuB Bocholt die Daumen drücken, denn der 07-Coach hofft auf zwei weitere Begegnungen in der nächsten Spielzeit mit den Blau-Weißen: „Ich würde mich freuen, wenn wir in der nächsten Saison erneut aufeinandertreffen und wieder zwei tolle Spiele erleben. Das waren in dieser Spielzeit Spiele mit Landesliga-Niveau auf Augenhöhe!“

In jedem Fall möchte Michael Pomp am  Mittwoch in einer Woche dabei sein, sofern Dingden im zweiten Spiel der Relegation noch eine Aufstiegschance hat: „Ich möchte gratulieren und uns revanchieren, denn das was Dingden hier gezeigt hat, ist alles andere als selbstverständlich.“

Dem Dank und den guten Wünschen des Löwen-Coaches an das Team von Blau-Weiß Dingden schließt sich die Löwen-Familie gerne an. Wir wünschen Trainer Dirk Juch und seiner Mannschaft in der Relegation viel Erfolg!

Unser besonderer  Dank und unsere besten Glückwünsche gelten natürlich Michael Pomp und seiner Mannschaft, dem Trainerstab  und den Betreuern zur Bezirksliga-Meisterschaft. Das war eine tolle Gesamtleistung und sehr gute Arbeit!

Wir  hoffen, dass sich der jetzt entwickelte Schwung in der Landesliga fortsetzt, die Mannschaft sich so wie in den letzten Monaten positiv weiterentwickelt, um sich dort etablieren zu können.

In diesem Sinne: Glück auf!

SF Hamborn 07: Dominik Schäfer (83. Chmilewski), Daniel Schäfer, Neul, Stuber, Kiltan, Keinert, Meier (82. Namoni), Ay, Rademacher (87. Schneider), Grevelhörster, Gronemann.

Hamminkelner SV: Tünte, Hütten, Mengülogul (71. Kürekci), Fachantidis (53. Krause), Wirtz, Quarsteg, Klein Hitpaß, Hoffmann, Hooymann (65. Wittig), Hollenberg, Müller.

Schiedsrichter:   Tobias Berthold (SV Blau-Weiß Meer, Mönchengladbach)

Tore: 1:0 Kiltan (5.), 2:0 Meier (29.), 3:0 Kiltan (72.), 4:0 Keinert (80.).

Gelbe Karten: Klein Hitpaß (45.), Daniel Schäfer (50.), Hooymann (62.), Quarsteg (66.), Wittig (70.), Kiltan (88.) - alle wegen Foulspiels -

Zuschauer: 450


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